© 2003 - 2017 Hubertus Sandmann


Version: 0.4.1
Stand: 17.04.2015

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Einleitung

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Während NFS (Network File System) in der UNIX-Welt das Mittel der Wahl ist, die Ressourcen mehrerer Rechner innerhalb eines lokalen Netzes zu teilen, dient in der Windows-Welt dazu das CIFS (Common Internet File System), eine Weiterentwicklung von SMB (Server Message Block). Mittels der freien Software Samba kann man damit auch auf Linux-Rechnern einen Server zur Freigabe von Dateien, Verzeichnissen und Druckern in der Netzwerkumgebung von Windows einrichten.

Auf diese Weise kann man die Aufnahmen einfach auf einem Windows-Rechner abspielen. Auch bietet dies eine Möglichkeit des Exports und anschließender Weiterverarbeitung auf einem Desktop-Rechner im Netzwerk. Der Bequemlichkeit wegen, sollte man dazu im Menü des VDR unter den Einstellungen für die Aufnahme die maximale Größe der Videodateien heraufsetzen, sofern das verwendete Dateisystem dies zulässt, damit die Aufnahmen nicht unnötig zerstückelt werden.



Voraussetzungen

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Will man auf einer openSUSE-Distribution einen Samba-Server betreiben, muss dazu das Paket samba installiert sein. Außerdem muss man bei älteren openSUSE auf das leidige AppArmor verzichten indem man es deaktiviert oder gleich deinstalliert!


zypper install samba

Damit die freigegebenen Ressourcen in der Netzwerkumgebung von Windows später auch erscheinen, muss zwingend die Bezeichnung des Arbeitsgruppennamens übereinstimmen. Auf deutschen Windowsinstallationen muss hier ggf. die Arbeitsgruppe für dieses Beispiel noch in "WORKGROUP" abgeändert werden. Bei den Windows-Versionen 7 und 8 sowie 10 sollte man dabei aus Kompatibilitätsgründen auf die Einrichtung eines sogenannten Heimnetzwerks verzichten.


Installation

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In der zentralen Konfigurationsdatei /etc/samba/smb.conf sind folgende Angaben zu machen, damit ein ausschließlich lesender Zugriff auf das Aufnahmeverzeichnis /video für einen Gastzugang möglich sind. Ebenso lässt sich beispielsweise ein öffentliches Verzeichnis einrichten, auf dem jeder nach Belieben lesenden und schreibenden Zugriff über das Netzwerk auf das Unterverzeichnis /export/public hat.


[global]
        workgroup = WORKGROUP
        server string = Sambaserver auf %h
        wins support = Yes
        netbios name = VDR
        unix charset = UTF-8
        map to guest = Bad User
        usershare allow guests = Yes
        security = user
        
[vdr-aufnahmen]
        comment = Aufnahmen des VDR
        path = /video
        read only = Yes
        guest ok = Yes
        veto files = /info/resume/index/marks/markad.pid/lost+found/
        
[public]
        comment = Öffentliches Verzeichnis
        path = /export/public
        read only = No
        create mask = 0777
        guest ok = Yes      

Da das Berechtigungskonzept von Linux dabei nicht ausgehebelt werden kann, muss in diesem Beispiel zuvor noch für alle User sowohl lesender als auch schreibender Zugriff auf das Verzeichnis gewährt werden:

chmod 777 /export/public

Damit beispielsweise ein auf der Linux-Maschine bereits existierender User namens "hubertus" Zugriff auf das eigene Home-Verzeichnis hat, wird dieser User dem Samba-Dienst hinzugefügt und dann aktiviert. Ebenso ist im Anschluss noch ein Passwort dafür einzurichten:

smbpasswd -a hubertus

smbpasswd -e hubertus

Die Konfigurationsdatei lässt sich mit folgendem Aufruf auf formale Korrektheit überprüfen.


testparm -s

Anschließend sorgt man dafür, dass der Samba-Server und der zugehörige Naming-Service zukünftig automatisch gestartet werden.

systemctl enable smb

systemctl enable nmb


Außerdem sollte noch in der Datei /etc/vdr/conf.d/vdr.conf die Option "--dirnames=250,40,1" ergänzt werden, damit bei der Bezeichnung der Aufnahmen zu lange Verzeichnis- und Dateinamen sowie kritische Sonderzeichen vermieden werden, die auf dem Betriebssystem Windows später Probleme verursachen könnten. Die hier gewählten Angaben entsprechen der früheren Option "--vfat".


[vdr]
-w 60
-g /tmp 
-s /usr/local/bin/vdrpoweroff.sh
--dirnames=250,40,1



Testweise lässt sich das auf diese Weise freigegebene Aufnahmeverzeichnis des VDR-Rechners mit beispielsweise der IP-Adresse 10.0.1.4 auch auf einem Linux-Rechner in beispielsweise das Verzeichnis /mnt mounten:


mount -t cifs //10.0.1.4/vdr-aufnahmen /mnt



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